Nach der CARDEXPO: Betriebsausflug zur Lurgrotte Peggau
Vom Messebesuch in Graz direkt in Österreichs größte Höhle: wie ein ungeplanter Umweg zum besten Teil des Wochenendes wurde.
Wer am Sonntag von Graz nach Anger zurückfährt, kommt zwangsläufig durch das Murtal. Und wenn das Team am Vorabend noch die CARDEXPO Austria in der Seifenfabrik erlebt hat, dann ist ein kleiner Umweg am nächsten Morgen keine große Überredungsarbeit. So standen wir am 17. Mai 2026 gegen 10 Uhr morgens vor dem Eingang der Lurgrotte Peggau – Österreichs größter wasserdurchströmter Schauhöhle, 25 Kilometer nördlich von Graz.
Jacken hatten wir dabei. Wer die Lurgrotte besucht, braucht sie: Im Inneren herrschen das ganze Jahr über konstant +10 Grad Celsius bei knapp 97 Prozent Luftfeuchtigkeit. Nach einem warmen Mai-Wochenende in Graz war das eine abrupte, aber willkommene Abkühlung.
Was einen drinnen erwartet
Die Führung durch die Lurgrotte führt auf rund zwei Kilometern durch ein Höhlensystem, das in seiner Gesamtausdehnung fünf Kilometer misst – der längste natürliche unterirdische Durchgang Österreichs. Wer das Wort "Tropfsteinhöhle" mit engen Gängen und Taschenlampentouren verbindet, wird überrascht sein.
Der Höhepunkt ist der Große Dom: eine freistehende Halle von 120 Meter Länge, 80 Meter Breite und 40 Metern Höhe – damit eine der größten Höhlenhallen Mitteleuropas. Man steht darin und versteht sofort, warum das Wort "Dom" und kein anderes gewählt wurde. Der Klang, die Kälte, die Dimensionen: Es gibt wenige Orte, an denen man so unmittelbar spürt, wie lange die Natur ohne Menschen ausgekommen ist.
Dazu kommt der sogenannte Riese: ein hängender Stalaktit, der mit rund 40 Tonnen Gewicht als möglicherweise schwerster freihängender Stalaktit der Welt gilt. Er sieht nicht beeindruckend aus – bis man die Skala begreift.
Was ein Höhlenbesuch mit einem IT-Team zu tun hat
Nichts. Und genau das ist der Punkt.
Wir arbeiten das ganze Jahr mit Bildschirmen, Tickets, Deployments und Kundenprojekten. Der Samstag in Graz war produktiv – echter Marktfeedback zur Sammelkarten-Webapp, Gespräche mit Menschen aus einer Branche, die wir sonst nur aus der Distanz kennen. Das war Arbeit mit anderem Vorzeichen.
Der Sonntag in der Lurgrotte war keins von beidem. Keine Agenda, kein Backlog, kein WLAN. Zwei Stunden lang hat das Team gemeinsam etwas gesehen, das sich nicht in einer Slack-Nachricht zusammenfassen lässt. Und das ist mehr wert als jedes Team-Building-Seminar mit Moderationskärtchen.
Was uns auffiel: Die besten Gespräche des Wochenendes fanden nicht auf der Messe statt, sondern auf dem Weg durch die Höhle. Zwischen "schau mal, wie groß der Stalaktit ist" und "ich fahr als nächstes mit meiner Familie her" entsteht eine andere Art von Verbindung als zwischen Daily Stand-up und Sprint Retro.
Das HELITS-Team kommt aus dem Berchtesgadener Land, dem Rupertiwinkel und dem Salzburger Umland. Wir sind es gewohnt, Berge und Natur vor der Tür zu haben. Trotzdem: Peggau lohnt sich. Wer schon mal in Graz ist und einen halben Tag übrig hat – der Abstecher ins Murtal ist keine 30 Minuten von der Stadtgrenze entfernt.
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