Ludwig Show 2026: Live-Produktion, COM-Box und die Premiere des LUDWIGCATCHER
Wie wir die Ludwig Show 2026 technisch umgesetzt haben: Bildregie, Drohne, Stream Deck und die Vorstellung von COM-Box und LUDWIGCATCHER.
Am 18. September 2026 hat die Ludwig System GmbH & Co. KG ihre Ludwig Show veranstaltet: ein Kundentag mit Drohnen-Show, zwei Werksführungen, drei Fachschwerpunkten und der Premiere des LUDWIGCATCHER. Für uns war das mehr als ein Termin im Kalender. Wir haben die Landingpage gebaut, die Bauzaunbanner gestaltet, die Präsentationen aufbereitet und am Veranstaltungstag zusammen mit zwei Partnern die komplette Medienproduktion gefahren, von der Drohne bis zur Bildregie.
Dieser Bericht zeigt, wie so ein Tag technisch funktioniert, was wir dabei gelernt haben und was wir beim nächsten Mal anders machen. Die Bilder stammen direkt vom Veranstaltungstag, auch die weniger glamourösen aus dem Regiebereich.
Wochen vorher: Planung, Landingpage, Banner
Die Vorbereitung begann Wochen vor dem 18. September. Wir haben die einzelnen Shows durchgesprochen, den Ablauf mit Ludwig System abgestimmt und parallel überlegt, wie sich jeder Programmpunkt technisch umsetzen lässt. Der Ablaufplan war dafür die zentrale Referenz, und er wurde später auch auf den Bildschirmen vor Ort eingeblendet:

Sieben Programmpunkte zwischen 10:00 und 16:00 Uhr bedeuten sieben Mal einen anderen Bildinhalt: Nach der Drohnen-Show um 10:00 Uhr folgten die Werksführung 1 um 10:30, der Schwerpunkt Logistik und Industrie um 11:00, Beton um 12:30, die Werksführung 2 um 13:30, Holz um 14:00 und schließlich um 15:00 Uhr die Premiere des LUDWIGCATCHER. Ab 16:00 Uhr war Zeit für das Beisammensein. Jeder dieser Blöcke hatte eigene Videos, eigene Folien und teils eigene Partner, die eingeblendet werden mussten.
Als digitale Anlaufstelle haben wir eine Landingpage unter web-ludwigsystem.helits.dev/ludwig-show-2026 aufgebaut, die auf dem neuen Laravel-Stack der Ludwig-Website aufsetzt, den wir im Relaunch-Bericht beschrieben haben. Für den Außenbereich haben wir Bauzaunbanner gestaltet. Wer schon einmal ein Banner aus drei Metern Entfernung gelesen hat, das im Layout für den Bildschirm gedacht war, weiß, warum Kontrast, Schriftgröße und Druckauflösung hier keine Nebensache sind. Mehr zu diesem Bereich findet sich unter Corporate Design & Branding und Werbung & Marketing.
Die Technik: sechs Fernseher, Koaxialkabel, zwei Partner
Für die Bildausgabe standen sechs Fernseher bereit. Alle sechs haben wir über STC-Koaxialverkabelung angebunden, nicht per WLAN oder Funkstrecke. Auf einem Gelände mit Kränen, Lkw, Metallcontainern und mehreren hundert Smartphones in der Luft ist das eine bewusste Entscheidung: Ein Koaxialkabel hat keine Störungen durch Funkauslastung, liefert an jedem Bildschirm dieselbe Qualität und lässt sich vor der Veranstaltung einmal prüfen, ohne dass es sich am Tag selbst anders verhält. Ähnlich denken wir bei Netzwerken und Infrastruktur im Betrieb: Was kritisch ist, bekommt ein Kabel.
Für Audio und Bühnentechnik haben wir mit Paul Audio einen Partner gefunden, der fachlich stark, entspannt im Umgang und ausgesprochen sympathisch ist. Das klingt nach einer Floskel, ist aber bei einem Tag mit sieben Programmpunkten und wechselnden Sprechern ein echtes Auswahlkriterium. Die Technikzentrale im Hintergrund zeigt, was das konkret bedeutet:

Links stehen Laptop, Stream Deck und ein Monitor für die Einspielungen, daneben der Videomischer und ein Audio-Interface, rechts das digitale Mischpult für Mikrofone und Zuspieler. Alles sitzt in Flightcases, ist in Minuten auf- und abgebaut und lässt sich bei Wetterwechsel schnell umziehen. Das war an diesem Tag durchaus relevant, denn der Himmel war den ganzen Tag über wechselhaft.
Für Video hatten wir mit Paul Botzleiner-Reber von Alpenfokus einen zweiten Partner, der professionelles Kamera-Equipment, eine Drohne und eine Insta360-Kamera mitgebracht hat. Dadurch konnten wir Drohnenbilder vom Gelände, die klassische Kamera am Kran und digitale Einspielungen zu einer wirklich professionellen Produktion kombinieren.
Regie: sechs Eingänge, ein Stream Deck
Der Kern der Produktion war der Bildmischer. Sein Multiview-Monitor zeigt, was gleichzeitig zur Verfügung stand:

Oben links läuft die Vorschau, hier die Drohnenperspektive über Gelände und Photovoltaik-Dach. Rechts daneben liegt das Programmbild (PGM), also das, was gerade auf den Fernsehern und im Mitschnitt zu sehen ist: ein Monteur beim Anschlagen einer Traverse am Lkw-Kran. Darunter liegen sechs Eingänge, IN1 bis IN4 über SDI, IN5 und IN6 über HDMI, dazu zwei Standbilder, die den LUDWIGCATCHER und die Funkstrecke der COM-Box zeigen. Auf IN5 läuft eine Partnerfolie mit den Logos der beteiligten Firmen, auf IN6 die zweite Drohnenperspektive.
Geschaltet wurde mit einem Roland-Videomischer, für den Ton kam ein Focusrite-Scarlett-Interface mit Handmikrofon zum Einsatz:

Damit der Regisseur nicht bei jedem Wechsel Menüs im Computer suchen muss, haben wir die digitalen Einspielungen auf ein Stream Deck gelegt. Die Tastenbelegung ist im Grunde das Drehbuch des Tages:

Jede Taste ruft eine Szene auf: „Übergang“, „Partner“, „1. Video“, „Holzbau“, „Catcher“, „LoadCell“, „MyLudwig“, „Ablaufplan“ oder „Website“. Dahinter stehen Videos, geöffnete Browserfenster und die Software von Ludwig. So konnten wir binnen Sekunden von der Drohnenaufnahme auf die Live-Ansicht der neuen Ludwig-Software wechseln, ohne dass irgendjemand vor Ort eine Pause bemerkt hätte.
Was wir gezeigt haben: COM-Box, LoadCell, myLudwig
Ein Teil dessen, was auf den Bildschirmen lief, stammt aus unserer eigenen Entwicklung. Die Ludwig COM-Box ist federführend von Andreas Löffel entwickelt worden, der früher bei uns im Team war und heute als Geschäftspartner mit uns arbeitet.

Das Konzept zeigt die Grafik, die wir als Standbild in die Show eingebunden haben:

Am Lasthaken sitzen Haken und Wägezelle, die LODWiG Load Cell. Beide sprechen per Funk auf 868 MHz mit der COM-Box, die als Gateway arbeitet. Von dort gehen die Daten per WLAN oder 5G an unser Backend von myLudwig. Ein Handgerät („Remote D“) steuert die Haken und Wägezelle direkt. Rechts im Bild ist das Kundenportal zu sehen, das wir an diesem Tag vorgestellt haben: Ein LudwigHook 5.3t in Blau, verbundene Wägezelle, Status „Geschlossen – unbelastet“, Hakenbatterie bei 5,13 V, Wägezellenbatterie bei 3,91 V, zuletzt gemeldete Last 9 kg und 372 Öffnungen seit dem letzten Reset.
Aus solchen Werten wird über die Zeit eine Datenbasis: Lastdaten, Öffnungszyklen und Batteriezustand lassen sich künftig auswerten und geben Hinweise auf Wartungsbedarf oder Funktionsstörungen. Das Kundenportal, der myLudwig Customer Login, wurde bei der Show erstmals öffentlich angeschnitten.
Wie das im Portal aussieht, zeigen zwei Screenshots aus dem aktuellen Stand. Die Übersicht „Serial Systems“ gruppiert alles nach dem Seriensystem, hier Systemnummer 00003 mit Sender Code 1013. Darunter stehen die zugehörigen Haken mit Farbe, Seriennummer und Batterie-Symbol: LudwigHook 5.3t Blau (508), Gelb (524) und Grün (361). Blau und Gelb haben jeweils eine zugewiesene Wägezelle mit eigener Seriennummer, beim grünen Haken ist noch keine Wägezelle zugeordnet, und das Portal sagt das auch so.

Die Detailansicht zeigt pro Haken den gemeldeten Status, die Batteriespannung von Haken und Wägezelle, die zuletzt gemeldete Last und die Öffnungen seit dem letzten Reset. Beim blauen Haken stehen dort 256 Öffnungen, beim gelben null. Interessant ist die Ampellogik: Die Hakenbatterie des gelben Hakens ist mit 0,00 V als „Kritisch“ markiert, alle anderen Werte stehen auf „Normal“. Genau solche Abweichungen soll das Portal später von selbst melden, statt dass jemand sie in einer Tabelle suchen muss. Dabei sollte man wissen: Die Werte in den Screenshots sind Testdaten aus der Entwicklung, keine Messwerte von Kundengeräten.
Wer sich für den technischen Unterbau solcher Portale interessiert, findet unseren Ansatz unter Softwareentwicklung und Web-Apps.
LUDWIGCATCHER: die Premiere um 15:00 Uhr
Der Höhepunkt des Programms war um 15:00 Uhr die Vorstellung des LUDWIGCATCHER, im Ablaufplan als „New!“ markiert. Die Produktgrafik, die wir dafür als Banner und Standbild aufbereitet haben, positioniert ihn als „Spezialist für Betonfertigteile“:

Passend dazu stand vor der Premiere der Schwerpunkt Beton um 12:30 Uhr, sodass das Publikum die Anwendung schon gesehen hatte, bevor das Produkt selbst vorgestellt wurde. Das Stream Deck hatte dafür extra die Tasten „Catcher“ und „NEW“, damit Banner, Video und Live-Bild ohne Verzögerung nacheinander laufen konnten.
Die Show aus Sicht der Gäste
Ein Bild bringt für uns auf den Punkt, warum sich der Aufwand lohnt:

Mitarbeiter und Gäste stehen am Hallentor, filmen mit dem Handy, wie ein Container am Kran vorbeischwebt, und im Vordergrund steht unser Regiepult mit Laptop und Stream Deck. Im Hintergrund die Berge, links ein Hallentor mit der Torsteuerung. Die Show fand im Freien statt, und die Technik musste genau das aushalten: Wind, wechselndes Licht, Publikumsverkehr.
Was gut lief und was wir nächstes Jahr anders machen
Der Kunde hat uns nach dem Tag gefragt, was wir besser machen würden und wo es Probleme gab. Technisch ehrlich: keine. Signalverteilung, Bildmischer, Ton und Einspielungen liefen durch. Was wir uns für die nächste Ludwig Show vorgenommen haben, sind eher Ausbaustufen als Fehlerbehebungen.
Erstens wollen wir eine Live-Übertragung in soziale Netzwerke einplanen, mit ausreichend Upload-Bandbreite und einer Backup-Verbindung. Zweitens, und das ist der wichtigere Punkt: Aktuell zeichnen wir alle Quellen einzeln auf. Drohne, Videokamera, Insta360, Computer-Einspielungen mit Videos, Website-Elementen und die neue Software von Ludwig landen als getrennte Dateien. Für ein fertiges Video muss danach jemand die Spuren synchronisieren und die Regieentscheidungen nachbauen. Künftig soll der Programmausgang des Bildmischers zusätzlich als eine einzige Gesamtkomposition aufgezeichnet werden, sodass nach der Show sofort ein Mitschnitt vorliegt, der genau das zeigt, was die Gäste gesehen haben. Die Einzelspuren bleiben als Rohmaterial für Highlight-Clips erhalten.
Fazit aus unserer Sicht
Die Ludwig Show 2026 hat gezeigt, dass sich Marke, Produktentwicklung und Veranstaltungstechnik gut aus einer Hand steuern lassen, wenn die Vorbereitung früh beginnt und die Rollen klar sind. Sechs verkabelte Fernseher, zwei verlässliche Partner, ein Stream Deck als Steuerzentrale und eine Landingpage als digitale Klammer haben einen Tag getragen, an dem für Ludwig System eigentlich das Produkt im Mittelpunkt stehen sollte. Dass am Rand zusätzlich COM-Box, LoadCell und der künftige Kundenbereich von myLudwig gezeigt werden konnten, macht den Tag für uns doppelt wertvoll.
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